Referenten
Dirk Böttcher
(Genealogie-Software Ahnenblatt)
"Neuerungen der Genealogie-Software Ahnenblatt"
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Jens Dornack
(Familienforscher und EDV-Angestellter)
"Generalregister der Familiennamen zu veröffentlichten Trauregistern nach dem Muster von Franz Schubert"
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Prof. Dr. Georg Fertig
(Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Erster Vorsitzender CompGen e.V.)
"Gatterer, Lorenz, Junkers – drei Wendepunkte der Genealogie. Warum Computergenealogie mehr ist als Ahnenforschung"
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Dr. Andreas Flick
(Präsident der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft e.V. und Leiter des Deutschen Hugenotten-Museums in Bad Karlshafen)
"Geschichte der Hugenotten, die Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V. und das Deutsche Hugenotten-Museum Bad Karlshafen"
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Hermann Hartenthaler
(Leiter der Geschäftsstelle des Vereins für Computergenealogie e.V.)
"30 Angebote im Genealogienetz (genealogy.net) - von Adressbuch bis Zenodo"
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Timo Kracke
(Team - die Familienforscher, Stv. Vorsitzender Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde e.V.)
"Familiengeschichte erlebbar machen - Kinder und Jugendliche für die Familienforschung begeistern"
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Dr. Anett Müller
(Referatsleiterin, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig)
"122 Jahre Genealogie in Leipzig. Zur Geschichte der Deutschen Zentralstelle für Genealogie"
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Piotr Nojszewski
(Warschauer Genealogische Gesellschaft und Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher)
„Archive und genealogische Forschungen in Polen mit Schwerpunkt Schlesien“
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Dr. Gudrun Pischke
(Historikerin, 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Südniedersächsische Heimatforschung (ASH))
"Von Sachsen nach Niedersachsen: Das Bundesland und seine Geschichte"
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Angelika Schmalbach
(Freiberuflerin und Vorstandsmitglied der Familia Austria)
„Familia Austria: Wie aus einer Familie eine Großfamilie wurde“
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Dr. Andy Stauder
(READ-COOP SCE / Transkribus)
"Spezial- vs. Allzweck-KI für die Erschließung historischer Dokumente"
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Prof. Dr. Jürgen Udolph
(Niedersächsische Akademie der Wissenschaften, Göttingen)
"Schall und Rauch - was verraten Familiennamen wirklich?"
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Manfred Wegele
(Landesvorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde e.V. (BLF))
"Wie steigere ich die Attraktivität meines genealogischen Vereins?
Ziele, Strategien und Wege am Beispiel des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde e. V. (BLV)"
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Dr. Jochen Wilke
(Europäischer Patentanwalt i.R. und Heraldiker)
"Recht und Unrecht – Wappenrecht und Wappenschwindel"
Dirk Böttcher
Genealogie-Software Ahnenblatt
Vortrag
Neuerungen der Genealogie-Software Ahnenblatt
Abstract
Ahnenblatt ist nicht nur eine der beliebtesten Genealogie-Programme im deutschsprachigen Raum, sondern wird auch stetig weiterentwickelt.
In diesem Vortrag stellt der Entwickler Dirk Böttcher aktuelle Neuerungen, die speziell zum 25-jährigen Jubiläum von Ahnenblatt veröffentlicht wurden, vor.
Lassen Sie sich überraschen, was die neue Version von Ahnenblatt zu bieten hat und nutzen Sie die Gelegenheit Fragen zur Software zu stellen.
Kurzvorstellung
Dirk Böttcher ist der Entwickler von Ahnenblatt, einer Genealogie-Software für Windows, welche von ihm seit 2001 vertrieben wird.
Er ist Mitglied im Verein für Computergenealogie e.V., im Verein Pommerscher Greif e.V. und in der Ahnenforschergruppe Buxtehude.
Dirk Böttcher ist zudem seit Gründung (2009) Mitglied in der Arbeitsliste GEDCOM-L (https://wiki.genealogy.net/GEDCOM-L), in der deutschsprachige Entwickler von Genealogie-Programmen über den Datenaustausch mittels GEDCOM zwischen den Programmen diskutieren und gemeinsame GEDCOM-konforme Import- und Exportregeln beschließen. Daher liegt ihm auch besonders der verlustfreie Datenaustausch via GEDCOM am Herzen, der in Ahnenblatt als "optimierter GEDCOM-Import" umgesetzt ist.
Prof. Dr. Georg Fertig
Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Erster Vorsitzender CompGen e.V.
Vortrag
Gatterer, Lorenz, Junkers – drei Wendepunkte der Genealogie. Warum Computergenealogie mehr ist als Ahnenforschung
"
Abstract
Der älteren Genealogie ging es um das Dazugehören. Genealogen produzierten Reputation, nicht Fakten. Gatterer (1788) blieb in dieser Perspektive, technisch: beim Dokumentieren von Nachfahren in „Stammtafeln“, kaum „Ahnentafeln“, stellte aber das Beweisen ins Zentrum. Lorenz drehte 1898 alles um: von der Stammtafel zur Ahnentafel, von der Frage nach einem „Haus“ und seinem Begründer zur Frage nach dem „Ego“, zur Erforschung der eigenen Vorfahren über viele Generationen, verbunden mit der phantastischen Vorstellung, der jeweilige, statistisch unvermeidliche aber je spezifisch ausgeprägte „Ahnenschwund“ oder „Implex“ präge den „Familiencharakter“.
Hilfswissenschaftliche Standardwerke zur Genealogie standen lange in der Lorenz-Tradition. Erst um 2000 finden sich merkwürdige distanzierende Bemerkungen in dieser Literatur, die sich von einem „Tummelfeld der Laien“ und der „sogenannten Computergenealogie“ abgrenzen. Geprägt wurde letzterer Begriff 1985 von den Gründern der COMPUTERGENEALOGIE. Elisabeth Timm hat diesen Bruch als Umschwung „von Reverenz zur Referenz“ bezeichnet. Reverenz ist Suche nach aufwertenden Beziehungen, zum Stammvater oder zu Erbgutträgern. Referenz ist Suche nach allen nur denkbaren Beziehungen, vermittelt über Datenbanken und Online-Kommunikation. Die Phantasie richtet sich nicht mehr auf den Stammvater als Quelle von materiellem und sozialem Kapital, auch nicht mehr auf die familienbedingte Großartigkeit oder auch erbliche Belastung des „Egos“, sondern auf die Vorstellung, die ganze Welt sei eine Familie.
Kurzvorstellung
Georg Fertig ist Wirtschafts- und Sozialhistoriker mit Schwerpunkten in der historischen Demographie, der ländlichen Geschichte und der Geschichte der Verwandtschaft.
Jens Dornack
Familienforscher und EDV-Angestellter
Vortrag
"Generalregister der Familiennamen zu veröffentlichten Trauregistern nach dem Muster von Franz Schubert"
Abstract
Jens Dornack stellt in seinem Workshop seine Website (https://dogaja.eu/Trauregister) vor. Auf dieser Seite hat er ein Generalregister der Familiennamen zu veröffentlichten Trauregistern entwickelt. Trauregister sind Abschriften aus Kirchenbüchern, die kirchliche Trauungen dokumentieren. Sie enthalten Angaben wie Namen der Ehepartner, Geburtsdaten und -orte, Datum und Ort der Eheschließung, Berufe und Eltern. Die Angaben können je nach Kirchenbuch vollständig oder lückenhaft sein.
Seit den 1980er Jahren veröffentlichte der Genealoge und Verleger Franz Schubert (1917-2001) zahlreiche Trauregister in seiner Reihe „Quellen und Schriften zur Bevölkerungsgeschichte Norddeutschlands“. Weitere Autoren, wie Jens Th. Kaufmann, Jürgen Ritter und Dr. Maren Dieke, folgten seinem Beispiel.
Um die Familiennamen in einem Generalregister zugänglich zu machen, entwickelte Dornack zunächst ein Ordnungssystem, das die veröffentlichten Trauregister nach Regionen, Zeiträumen und Publikationen erschließt und jedem Buch eine Bücherkennung zuweist. Das seit 2024 online verfügbare Generalregister dient als genealogisches Hilfsmittel, das den Forschenden hilft, herauszufinden, in welchem der veröffentlichten Trauregister ein gesuchter Familienname verzeichnet ist. Es ermöglicht beispielsweise, eine gesuchte Eheschließung, die nicht in der Kirchengemeinde der Familie, sondern in der Geburts- oder Wohngemeinde der Braut stattfand, mit geringem Aufwand zu finden. Weiterhin erleichtert es die Erstellung von Stammtafeln, da es die Recherche nach einem Familiennamen gebietsübergreifend vereinfacht.
Anhand von Beispielen zeigt Dornack im Workshop, wie Forschende bei der Recherche vorgehen können.
Kurzvorstellung
Jens Dornack, 1967 in Braunschweig geboren, begann bereits mit 14 Jahren seine Vorfahren zu erforschen. Auslöser war ein Familienwappen, das in der Küche seiner Großmutter hing. Für die „Genealogischen Mitteilungen“ des Arbeitskreises Genealogie (AKG) in Braunschweig verfasste er Artikel und erstellte den ersten Band der Braunschweiger Trauregisterveröffentlichungen bis 1700. Schließlich entwickelte er die Idee eines online verfügbaren Generalregisters aller Trauregisterveröffentlichungen. Durch Forschungshilfen im Stadtarchiv Braunschweig und im Landesarchiv Wolfenbüttel ergaben sich Kontakte nach Nord- und Südamerika und innerhalb Europas. Seine Forschungen zu den Familiennamen Walkemeyer und Wedemeyer erweiterten die Kontakte bis Australien. Er lebt in Braunschweig und hat einen Sohn.
Dr. Andreas Flick
Präsident der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft e.V. und Leiter des Deutschen Hugenotten-Museums in Bad Karlshafen
Vortrag
Geschichte der Hugenotten, die Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V. und das Deutsche Hugenotten-Museum Bad Karlshafen
Abstract
Im Zentrum des Vortrags stehen die religiösen Konflikte zwischen Katholiken und Hugenotten in Frankreich sowie das wegweisende Edikt von Nantes. Dessen Aufhebung im Jahr 1685 durch König Ludwig XIV. löste eine massive Fluchtwelle französisch-reformierter Christen aus, deren Ansiedlung und erfolgreiche Integration in protestantischen deutschen Territorien ein besonderer Schwerpunkt des Vortrags ist.
Die 1890 gegründete Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V. (DHG) widmet sich der Erforschung und Bewahrung dieses Erbes. Als Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart fördert sie die Genealogie und gibt Fachpublikationen wie die Zeitschrift ‚HUGENOTTEN‘ heraus. Das Herzstück der DHG ist das in einer ehemaligen Zigarrenfabrik beheimatete Deutsche Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen. Es bietet eine umfassende Dokumentation der Flucht- und Aufnahmegeschichte der Glaubensflüchtlinge; zudem beherbergt das angeschlossene Deutsche Hugenotten-Zentrum eine bedeutende Fachbibliothek sowie ein genealogisches Forschungszentrum.
Der Vortrag verdeutlicht, wie die hugenottische Geschichte durch das Engagement der Gesellschaft und des Museums lebendig bleibt und heute aktiv zur Förderung der Toleranz und zur deutsch-französischen Freundschaft beiträgt.
Kurzvorstellung
Dr. Andreas Flick wirkte fast vier Jahrzehnte als Pfarrer der von Hugenotten gegründeten Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Celle, bevor er Ende 2023 in den Ruhestand trat. Als Präsident der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft e.V. und Leiter des Deutschen Hugenotten-Museums in Bad Karlshafen bleibt er der Forschung eng verbunden. Er ist (Mit-)Herausgeber der Zeitschrift ‚HUGENOTTEN‘ sowie der ‚Geschichtsblätter der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft‘. Sein umfangreiches Werk umfasst zahlreiche Bücher und Aufsätze zur hugenottischen und Celler Geschichte. Seit 2005 prägt er zudem als Redaktionsleiter gemeinsam mit Sabine Maehnert die "Celler Chronik", das wissenschaftliche Standardwerk zur Regionalgeschichte.
Hermann Hartenthaler
Leiter der Geschäftsstelle des Vereins für Computergenealogie e.V.
Vortrag
30 Angebote im Genealogienetz (genealogy.net) - von Adressbuch bis Zenodo
Abstract
Das Genealogienetz des Vereins für Computergenealogie bietet eine große Vielfalt digitaler Angebote für Familienforschung und historische Recherche. In diesem Vortrag führt eine „Tour“ durch rund 30 Dienste, Datenbanken und Werkzeuge – von Adressbüchern über andere Forschungsdatenbanken wie GEDBAS und Ortsfamilienbücher bis hin zu modernen Plattformen zur Veröffentlichung und Archivierung genealogischer Daten wie Zenodo.
Der Überblick zeigt, welche Daten dort zu finden sind und wie Forschende sie sinnvoll kombinieren können. Gleichzeitig wird deutlich, wie stark diese Angebote von der Mitarbeit der Community leben – und wie jede und jeder zur Erweiterung des Genealogienetzes beitragen kann.
Kurzvorstellung
Hermann Hartenthaler ist Genealoge und engagiert sich seit vielen Jahren im Verein für Computergenealogie (CompGen). Sein Schwerpunkt liegt auf digitaler Genealogie, offenen genealogischen Daten und der Vernetzung genealogischer Forschungsressourcen im Internet. Er arbeitet intensiv mit der Genealogie-Software webtrees sowie mit kollaborativen Genealogieplattformen. Außerdem beschäftigt er sich mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz für genealogische Forschung, Datenanalyse und die Erschließung historischer Quellen.
Timo Kracke
Team - die Familienforscher, Stv. Vorsitzender Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde e.V.
Vortrag
Familiengeschichte erlebbar machen - Kinder und Jugendliche für die Familienforschung begeistern
Abstract
Der Vortrag „Familiengeschichte erlebbar machen – Kinder und Jugendliche für die Familienforschung begeistern“ zeigt praxisnah, wie sich junge Menschen für Genealogie gewinnen lassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Interesse an der eigenen Herkunft geweckt und nachhaltig gefördert werden kann.
Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über Ideen, Methoden und konkrete Wege, Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Lebensphasen anzusprechen – vom Kindergarten über die Grundschule bis hin zu weiterführenden Schulen. Ebenso werden Möglichkeiten im familiären Umfeld, im Hobbybereich sowie in Vereinen aufgezeigt. Dabei wird deutlich, dass es keinen einheitlichen Ansatz gibt, sondern individuelle Zugänge gefragt sind.
Ein zentraler Aspekt des Vortrags ist es, Kinder dort abzuholen, wo sie stehen: bei ihren Interessen, ihrem Alltag und ihren Erfahrungen. Anhand von Beispielen und Projekten wird gezeigt, wie Familiengeschichte altersgerecht, kreativ und interaktiv vermittelt werden kann.
Der Vortrag möchte inspirieren, eigene Ideen zu entwickeln, und Mut machen, neue Wege zu gehen. Er richtet sich an alle, die Kinder und Jugendliche für Genealogie begeistern möchten – sei es in Bildungseinrichtungen, Vereinen oder in der eigenen Familie.
Kurzvorstellung
Timo Kracke aus Ganderkesee ist Familienforscher, Sprecher und Autor mit über 30 Jahren Erfahrung in der Genealogie. Er engagiert sich ehrenamtlich in mehreren Vereinen, unter anderem als stellvertretender Vorsitzender der Oldenburgischen Gesellschaft für Familienkunde e.V. sowie als Director at Large Technology der International German Genealogy Partnership. Seit 2012 ist er die Stimme des Podcasts „der Genealoge“. 2014 gründete er das Kinderprojekt „die Familienforscher“, das Ideen und Anleitungen zur Einbindung von Kindern in die Ahnenforschung bietet. Timo ist technikaffin, in sozialen Netzwerken aktiv und teilt sein Wissen gerne mit der Community.
Dr. Anett Müller
Referatsleiterin, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig
Vortrag
122 Jahre Genealogie in Leipzig. Zur Geschichte der Deutschen Zentralstelle für Genealogie
Abstract
Die Genealogie hat eine lange Tradition in Leipzig. Im Jahr 1904 gründete sich hier der „Verein zur Begründung und Erhaltung einer Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte“. Die „Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte“ wurde schnell zu einem Sammelpunkt und einer Vermittlungsstelle für die Familienforschung und entwickelte sich zu einem wichtigen genealogischen Zentrum. Unter Johannes Hohlfeld (1888-1950) erreichte die Einrichtung Weltruf. Als Stiftung überdauerte sie die historischen Zäsuren. Ihre Sammlungen und Bestände werden heute im Sächsischen Staatsarchiv aufbewahrt und beauskunftet.
Der Vortrag zeichnet die Etappen des Wirkens der Zentralstelle nach, hinterfragt diese und möchte Anregungen zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der Genealogie geben.
Kurzvorstellung
Nach dem Studium der Geschichte, Historischen Hilfswissenschaften/Archiv-wissenschaft und Kulturwissenschaft an der Universität Leipzig war Anett Müller von 1994 bis 2021 als Bestandsreferentin im Stadtarchiv Leipzig tätig. Dort promovierte sie extern zu einem Thema der Verwaltungsgeschichte an der Universität Leipzig. Im Juli 2021 wechselte Anett Müller in das Sächsische Staatsarchiv und leitet seitdem das Referat 33 „Deutsche Zentralstelle für Genealogie/Sonderbestände“ im Staatsarchiv Leipzig.
Piotr Nojszewski
Warschauer Genealogische Gesellschaft und Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher
Vortrag
Archive und genealogische Forschungen in Polen mit Schwerpunkt Schlesien
Abstract
Wie in jedem Land hat die genealogische Forschung in Polen ihre eigenen Besonderheiten. Diese ergeben sich aus dem Rechtssystem, der Geschichte und der Tätigkeit genealogischer Gruppen. Besonders deutlich zeigt sich das in Schlesien als historische Grenzregion.
Für die Familienforschung spielt das staatliche Archivsystem unter der Leitung der Hauptdirektion der Staatlichen Archive eine besondere Rolle. Dazu gehören 29 regionale Archive sowie drei zentrale Archive: das Archiv Neuer Akten, das Archiv Alter Akten und das Nationale Digitale Archiv. Ergänzt wird dieses System durch Spezialarchive, zum Beispiel das Institut für Nationales Gedenken und das Zentrale Militärarchiv.
Daneben gibt es ein unabhängiges Netz katholischer Diözesanarchive sowie Archive anderer Religionsgemeinschaften. Für die Forschung in Schlesien sind vor allem die Staatsarchive in Katowice, Opole und Wrocław sowie die dortigen Diözesanarchive wichtig.
Im Vortrag werden die Zugangsregeln zu Archiven erklärt sowie die Digitalisierung und Online-Verfügbarkeit von Standesamt- und Kirchenbüchern besprochen. Außerdem werden Unterschiede zum deutschen Archivsystem gezeigt, besonders die geringere Bedeutung lokaler Archive in Polen.
Ein weiterer Punkt ist die Rolle genealogischer Vereine und Freiwilliger, zum Beispiel bei der Erstellung von Indizes. Es werden auch hilfreiche polnische Webseiten und aktive Vereine in Schlesien vorgestellt.
Kurzvorstellung
Piotr Nojszewski ist Stellvertretender Vorsitzender der Warschauer Genealogischen Gesellschaft, die Genealogen aus Warschau vereint, die in ganz Polen und im Ausland nach ihren Vorfahren suchen. Er ist Mitorganisator der seit acht Jahren in Warschau stattfindenden Konferenz „Mitteleuropäisches Treffen von Familienforschern“ sowie Kooperationspartner der AGoFF.
Seine Forschungen umfassen ganz Polen, mit Schwerpunkt auf dem Kongresspolen. Sein wichtiges Forschungsgebiet ist die Terra Liwensis, eine kleine historische Region östlich von Warschau.
Er interessiert sich außerdem für die Entwicklung von Personalausweisen und Reisepässen und beschäftigt sich gern mit ungewöhnlichen genealogischen Fragestellungen.
Mit großer Begeisterung leitet er Genealogie-Workshops und hat auf zahlreichen genealogischen Konferenzen in Polen Vorträge gehalten.
Dr. Gudrun Pischke
Historikerin, 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Südniedersächsische Heimatforschung (ASH)
Vortrag
"Von Sachsen nach Niedersachsen: Das Bundesland und seine Geschichte"
Abstract
Das Bundesland Niedersachsen entstand 1946 aus der Zusammenlegung der Länder Braunschweig, Hannover, Schaumburg-Lippe und Oldenburg. Das Land blickt zurück auf mehr als 1200 Jahre schriftliche Überlieferung. Bis auf den Nordwesten - Ostfriesland - gehörte das heutige Niedersachsen zum alten Sachsen, das Karl der Große in zwölf Kriegszügen seinem Fränkischen Reich eingliederte und damit die Christianisierung durchsetzte. Nach den Karolingern stellte das sächsische Geschlecht der Liudolfinger im damals Ostfränkischen Reich die Könige. Sachsen war Herzogtum mit Billungern als Herzöge. Ihnen folgten Kaiser Lothar III. und Heinrich der Löwe. Der Löwe war zugleich Erbe mehrerer sächsischer Geschlechter und hinterließ, als Herzog abgesetzt, seinen Nachkommen immensen Eigenbesitz. Daraus entstand das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, das nach und nach in fünf Fürstentümer aufgeteilt wurde. Das südliche Niedersachsen war verteilt auf die Fürstentümer Braunschweig, Göttingen und Grubenhagen sowie auf das Erzstift Mainz. Mit dem Wiener Kongress wurde das Fürstentum Braunschweig Herzogtum und das Kurfürstentum mit den beiden anderen Fürstentümern Königreich Hannover, vergrößert um den bisherigen Mainzer Teil. Das Königreich Hannover und damit ein Teil Südniedersachsens wurde preußische Provinz und kurzfristig das Land Hannover, das im neuen Bundesland Niedersachsen aufging.
Kurzvorstellung
Dr. Gudrun Pischke studierte an der Georg-August-Universität Göttingen (Geschichte, Romanistik, Philosophie) Nach der Promotion arbeitete sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Historische Landeskunde der Universität Göttingen, dann am Archiv der Stadt Salzgitter und später als Lehrbeauftrage (Mittelalter) am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Georg-August-Universität Göttingen. Veröffentlichungen seit 1984, u.a.: Die Landesteilungen der Welfen im Mittelalter (1987), Geschichtlicher Handatlas von Niedersachsen (1989), Europa arbeitet bei den Reichswerken. Das nationalsozialistische Lagersystem in Salzgitter (1985), Hildesheim - Von der Domburg zur Großstadt. Zwölfhundert Jahre Stadtentwicklung im Kartenbild (2015), Harste 822/26 - Zwölf Jahrhunderte Geschichte (2023). Sie lebt in Bovenden.
Angelika Schmalbach
Freiberuflerin und Vorstandsmitglied der Familia Austria
Vortrag
„Familia Austria: Wie aus einer Familie eine Großfamilie wurde“
Abstract
Die „Familia Austria - Österreichische Gesellschaft für Genealogie und Geschichte“ mit Sitz in Wien verfolgt das Ziel, die Ahnen- und Familienforschung auf dem Gebiet der alten Habsburgermonarchie zu fördern sowie historisch-genealogisches Wissen zu erarbeiten und zu publizieren. Der ehrenamtlich tätige Verein beschäftigt sich mit dem gesamten Spektrum der genealogischen Wissenspalette, von der Familienforschung über die Geschichte, die Geographie, die Onomastik, die Numismatik bis zu Spezialbereichen wie der Heraldik und der Sphragistik (Siegelkunde). Das Forschungsgebiet erstreckt sich im Wesentlichen auf die alte Donaumonarchie (Habsburgermonarchie in Mitteleuropa), die heute auf 18 Staaten bzw. Teile davon verteilt ist.
Die Vereinsgeschichte der Familia Austria kann man nach ihrer Gründung im Jahr 2008 in eine analoge Zeit "vor Corona" und eine vorwiegend digitale Zeit "nach Corona" einteilen. Dementsprechend hat sich in den letzten fünf Jahren die Arbeitsweise der Familia Austria sehr stark gewandelt – verbunden mit einer teilweise ganz neuen Mitgliederzusammensetzung und ständig neuen Herausforderungen.
Angelika Schmalbach gibt in ihrem Vortrag einen Einblick in die Entwicklung der Vereinsgeschichte, die aktiven Mitarbeiter und ihre Zuständigkeiten. Einen besonderen Schwerpunkt bilden vielfältige Online-Veranstaltungen sowie umfangreiche Projekte der Mitglieder, die mit „Manibus Unitis – mit vereinten Händen“ für die zahlreichen Datenbanken auf der vereinseigenen Homepage (https://www.familia-austria.at) realisiert werden.
Kurzvorstellung
Angelika Schmalbach ist in Berlin geboren. Sie studierte Musik, Französisch, Kunst und Italienisch in Ludwigsburg und ein Jahr mit ERASMUS Italienisch und Französisch an der Università degli Studi di Verona. Als Freiberuflerin unterrichtet sie Musik, Sprachen und Kunst. Ihr musikalisches Repertoire umfasst Chansons und klassische Musik. Außerdem beteiligt sie sich an Ausstellungen. Ihre Wurzeln liegen in (Süd)Tirol und der Batschka. Sie forscht in Südtirol, Kärnten, Kampanien sowie in Kaiserslautern, Kusel, dem Saarland, Elsass/Lothringen und Sachsen.
Seit 2024 ist sie Vorstandsmitglied bei Familia Austria. 2023 nahm sie an der IGGP Conference teil und war 2025 Committee member. Sie publiziert und hält Vorträge zu zahlreichen alltagshistorischen Themen.
Dr. Andy Stauder
READ-COOP SCE / Transkribus
Vortrag
Spezial- vs. Allzweck-KI für die Erschließung historischer Dokumente
Abstract
Dieser Vortrag vergleicht Allzweck-KI (z. B. ChatGPT) mit spezialisierter KI bei der Informationsextraktion aus komplexen historischen Dokumenten. Während herkömmliche Sprachmodelle oft an historischen Schriften und verschachtelten Layouts scheitern, bietet die Transkribus-Software hier entscheidende Vorteile. Die neuesten Modelle der gemeinnützigen Genossenschaft READ-COOP SCE, welche die Plattform entwickelt, liefern eine deutlich höhere Präzision und bewältigen selbst schwierigste Lesereihenfolgen souverän. In den vorgestellten Fallstudien wird deutlich, wie diese spezialisierten Modelle die Zeichenfehlerrate drastisch senken. Dies ist besonders bei Archivmaterial und genealogischen Dokumenten von Bedeutung, bei denen Genauigkeit und Nachvollziehbarkeit besonders wichtig sind.
Ein wesentlicher Aspekt ist zudem die Effizienz: Die Modelle sind nicht nur leistungsstark, sondern auch vollständig konform mit dem EU-Datenschutz. Dadurch eignen sie sich ideal, um die Ergebnisse von Allzweck-KIs zu trainieren, zu stützen und zu verarbeiten. Anstatt sich für ein System entscheiden zu müssen, ermöglicht dieser Ansatz eine Symbiose, die das Beste aus beiden Welten vereint: Die Flexibilität großer Sprachmodelle kombiniert mit der unerreichten Genauigkeit spezialisierter Texterkennung für historisches Kulturgut.
Kurzvorstellung
Andy Stauder studierte Translationswissenschaft sowie Linguistik, Philosophie und Informatik. Seine Dissertation und Forschung konzentrierten sich auf die Messung von Übersetzungsqualität mittels maschineller und menschlicher Methoden. Er war als Übersetzer, IT-Manager und Projektmitarbeiter in akademischen sowie EU-geförderten Forschungsprojekten tätig. 2012 übernahm er die technische Leitung eines Innovations-Spinoffs der Universität Innsbruck, 2016 dessen Geschäftsführung. 2019 wurde er Mitbegründer und Geschäftsführer der READ-COOP SCE, dem Anbieter von Transkribus. Heute fungiert er als deren Director of Co-operative Relations, pflegt strategische Partnerschaften und arbeitet eng mit dem Transkribus-F&E-Team zusammen.
Prof. Dr. Jürgen Udolph
Niedersächsische Akademie der Wissenschaften, Göttingen
Vortrag
Schall und Rauch - was verraten Familiennamen wirklich?
Abstract
Familiennamen sind Zeugen der Geschichte. Es ist von besonderem Reiz herauszufinden, woher der eigene Familienname kommt. Gerade das macht die Namenforschung so spannend. Und warum gibt es so seltsame Familiennamen wie Deutschbein, Wolkenhauer, Giesbier, Zinkernagel, Rathsack, Kochrübe, Holzapfel, Raffke, Bleifuß, Butterbrodt, Himmelheber, Thürnagel, Frankenstein, Knochenmus, Kindervater?
Was steckt in den Namen? Sie geben eigentlich immer Hinweise auf die Herkunft der Vorfahren, ob diese früher im deutschen Sprachgebiet beheimatet waren oder zugewandert sind (ca. 15 Millionen Menschen sind am Ende des 2. Weltkrieges in das heutige Deutschland gekommen), sie enthalten deutliche Angaben zu den Wohnsitzen der Namenträger (gelegentlich bis in eine Straße oder in ein Haus hinein). Dabei sind moderne Methoden der Kartierung der Namen und auch das Internet mit großen Namensammlungen sehr hilfreich. Familiennamen geben ferner Auskunft über Beruf, Neigung, Marotten, Aussehen oder Charakter des Vorfahren; kurz: in den Namen spiegelt sich menschliches Verhalten in allen seinen Facetten wider.
Der Vortrag zeigt, wie man heute Familiennamen behandelt und deutet. Dabei taucht in jüngster Zeit die Frage auf: Kann die KI nicht auch die Familiennamen deuten? Braucht man darüber hinaus noch einen Namenforscher? Und wie kann man selbst etwas zu seinem Namen herausfinden? Verbreitungskarten und -bilder werden den Vortrag begleiten.
Kurzvorstellung
Prof. Dr. Jürgen Udolph ist Namensforscher und Sprachwissenschaftler. Geboren1943 in Berlin. Studium der Slavistik und Finnougristik in Göttingen und Heidelberg. 1978 Promotion in Göttingen. 1989/90 Habilitation mit der Arbeit „Die Stellung der Gewässernamen Polens innerhalb der alteuropäischen Hydronymie“. 2000 bis 2008 Professor für Onomastik (Namenforschung) an der Universität Leipzig.
Seit 1998 zahlreiche Radiosendungen zu Familiennamen, auch TV-Sendungen. Leiter des Göttinger Forschungsprojektes „Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe - Onomastik im europäischen Raum“ (Dauer 25 Jahre). 2006 Gründung der Firma „Prof. Udolph - Zentrum für Namenforschung“. Buchautor populärer und wissenschaftlicher Publikationen. Verheiratet seit 1971, vier Kinder. Wohnt in der Nähe von Göttingen.
Manfred Wegele
(Landesvorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde e.V. (BLF))
Vortrag
Wie steigere ich die Attraktivität meines genealogischen Vereins?
Ziele, Strategien und Wege am Beispiel des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde e. V. (BLV)
Abstract
Der 1922 gegründete Bayerische Landesverein für Familienkunde e.V. zählt seit ein paar Jahren mit seinen über 1700 Mitgliedern zu den mitgliederstärksten genealogischen Vereinen Süddeutschlands.
Wie ist so eine Entwicklung zu erklären? „Was bringt mir ein Verein?“, ist ja die Kernfrage eines jeden potentiellen Mitglieds. Darauf müssen Antworten gegeben werden!
Welche besonderen Strukturen herrschen vor? Welche Projekte haben sich zu Zugpferden entwickelt? Welche Rolle spielen digitale Angebote und Crowdsourcing-Projekte? Funktioniert dies alles ehrenamtlich? Wie ist die Kostenstruktur insgesamt? Hat die eigene Vereinsbibliothek noch einen gewissen Stellenwert? Finden die klassische Jahresschrift und das Informationsblatt noch das erhoffte Interesse?
Wo gibt es Potential für sinnvolle Kooperationen mit anderen Vereinen und Archiven? Regionale und überregionale Treffen zum Austausch und Ausloten gemeinsamer Projekte.
Die Rolle der über 30 Forscherstammtische auf dem Vereinsgebiet: Ist das nur Volkstümelei und bayerische Folklore oder doch mehr? Ist Mitgliederbetreuung und Kameradschaftspflege heute noch zeitgemäß? Spielt die emotionale Ebene auch eine Rolle? Gibt es neben allgemeiner Beratung auch individuelle Hilfe? Gibt es so etwas wie ein Kompetenz-Team?
Auf diese und weitere Fragen will der Vortrag Antworten und Anregungen geben.
Kurzvorstellung
Manfred Wegele, geboren 1950, ist pensionierter Volksschullehrer. Seit 1996 leitet er den "Stammbaumtisch Nordschwaben" und seit 2000 die Bezirksgruppe Schwaben des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde e. V. (BLF). Im Jahr 2008 übernahm er den Landesvorsitz des BLF. Von 2012 bis 2023 war er stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände (DAGV).
Manfred Wegele hat zahlreiche Ortsfamilienbücher, Orts- und Häuserchroniken verfasst und mitverfasst. Weiterhin gibt er zwei Familienzeitschriften heraus. Er initiierte verschiedene regionale und überregionale Forschertreffen. Er hält Vorträge zu verschiedenen Themen der Familien- und Heimatforschung und leitet Volkshochschulkurse in "Ahnenforschung" und "Lesen alter Schriften". Für seine Verdienste erhielt er 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Dr. Jochen Wilke
Europäischer Patentanwalt i.R. und Heraldiker
Vortrag
"Recht und Unrecht – Wappenrecht und Wappenschwindel"
Abstract
Wenn auch Wappen oft mit dem Adel assoziiert werden, hatte seit jeher jedermann im deutschsprachigen Raume das Recht, ein Wappen zu führen, auch Bürgerliche. Tatsächlich führt aber nicht jede Familie eines. Seit etwa der Biedermeierzeit betrügen sogenannte Wappenschwindler mit gefälschten heraldischen Dokumenten arglose Kunden. Diese erscheinen dem Laien oft wie hoheitlich erteilte Wappenbriefe, sind aber bei näherer Betrachtung meist leicht zu entlarven. Heute findet solcher Schwindel immer noch – und vorwiegend über Internetseiten – statt.
Sehr oft betrifft dieser Schwindel Wappen, die von Familien mit gleichem oder ähnlichem Namen wie dem der Betrogenen geführt wurden. Namensgleichheit berechtigt aber nicht automatisch, das betreffende Wappen auch führen zu dürfen.
Bei Neuannahmen von Wappen gilt der sogenannte „Ausschließlichkeitsgrundsatz“, was bedeutet, dass ein neues Wappen sich hinreichend von älteren Wappen anderer Familien unterscheiden muss.
Kurzvorstellung
Jochen Wilke, *19.03.1960 in Remscheid, Abitur dort (Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, 1978). Studium der Chemie (Universität Wuppertal, Diplom 1984, Promotion 1987). Ab September 1987 Patentreferent (Beiersdorf AG, Hamburg). Europäischer Patentanwalt (Abschluss 2001). Studium „Recht für Patentanwälte“ (Fernuniversität Hagen, Abschluss 2003). Heraldikbegeistert seit 1975. Seit September 2024 Ruheständler, zwei erwachsene Kinder. Lebt mit seiner Ehefrau in Hamburg und Västergötland (Schweden). Mitgliedschaften: „Kleeblatt“, „Wappen-Löwe“, „HEROLD“, „Svenska Heraldiska Föreningen“, „Societas Heraldica Scandinavica“, „Norsk Heraldisk Forening“. Interessen: fast alles, außer Sport.