Referenten

 

Dr. Andreas Flick
Präsident der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft e.V. und Leiter des Deutschen Hugenotten-Museums in Bad Karlshafen

Vortrag
Geschichte der Hugenotten, die Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V. und das Deutsche Hugenotten-Museum Bad Karlshafen

Abstract

Im Zentrum des Vortrags stehen die religiösen Konflikte zwischen Katholiken und Hugenotten in Frankreich sowie das wegweisende Edikt von Nantes. Dessen Aufhebung im Jahr 1685 durch König Ludwig XIV. löste eine massive Fluchtwelle französisch-reformierter Christen aus, deren Ansiedlung und erfolgreiche Integration in protestantischen deutschen Territorien ein besonderer Schwerpunkt des Vortrags ist.
Die 1890 gegründete Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V. (DHG) widmet sich der Erforschung und Bewahrung dieses Erbes. Als Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart fördert sie die Genealogie und gibt Fachpublikationen wie die Zeitschrift ‚HUGENOTTEN‘ heraus. Das Herzstück der DHG ist das in einer ehemaligen Zigarrenfabrik beheimatete Deutsche Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen. Es bietet eine umfassende Dokumentation der Flucht- und Aufnahmegeschichte der Glaubensflüchtlinge; zudem beherbergt das angeschlossene Deutsche Hugenotten-Zentrum eine bedeutende Fachbibliothek sowie ein genealogisches Forschungszentrum.

Der Vortrag verdeutlicht, wie die hugenottische Geschichte durch das Engagement der Gesellschaft und des Museums lebendig bleibt und heute aktiv zur Förderung der Toleranz und zur deutsch-französischen Freundschaft beiträgt.

Kurzvorstellung

Dr. Andreas Flick wirkte fast vier Jahrzehnte als Pfarrer der von Hugenotten gegründeten Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Celle, bevor er Ende 2023 in den Ruhestand trat. Als Präsident der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft e.V. und Leiter des Deutschen Hugenotten-Museums in Bad Karlshafen bleibt er der Forschung eng verbunden. Er ist (Mit-)Herausgeber der Zeitschrift ‚HUGENOTTEN‘ sowie der ‚Geschichtsblätter der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft‘. Sein umfangreiches Werk umfasst zahlreiche Bücher und Aufsätze zur hugenottischen und Celler Geschichte. Seit 2005 prägt er zudem als Redaktionsleiter gemeinsam mit Sabine Maehnert die "Celler Chronik", das wissenschaftliche Standardwerk zur Regionalgeschichte.

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