Dr. Anett Müller
Referatsleiterin, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig
Vortrag
122 Jahre Genealogie in Leipzig. Zur Geschichte der Deutschen Zentralstelle für Genealogie
Abstract
Die Genealogie hat eine lange Tradition in Leipzig. Im Jahr 1904 gründete sich hier der „Verein zur Begründung und Erhaltung einer Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte“. Die „Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte“ wurde schnell zu einem Sammelpunkt und einer Vermittlungsstelle für die Familienforschung und entwickelte sich zu einem wichtigen genealogischen Zentrum. Unter Johannes Hohlfeld (1888-1950) erreichte die Einrichtung Weltruf. Als Stiftung überdauerte sie die historischen Zäsuren. Ihre Sammlungen und Bestände werden heute im Sächsischen Staatsarchiv aufbewahrt und beauskunftet.
Der Vortrag zeichnet die Etappen des Wirkens der Zentralstelle nach, hinterfragt diese und möchte Anregungen zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der Genealogie geben.
Kurzvorstellung
Nach dem Studium der Geschichte, Historischen Hilfswissenschaften/Archiv-wissenschaft und Kulturwissenschaft an der Universität Leipzig war Anett Müller von 1994 bis 2021 als Bestandsreferentin im Stadtarchiv Leipzig tätig. Dort promovierte sie extern zu einem Thema der Verwaltungsgeschichte an der Universität Leipzig. Im Juli 2021 wechselte Anett Müller in das Sächsische Staatsarchiv und leitet seitdem das Referat 33 „Deutsche Zentralstelle für Genealogie/Sonderbestände“ im Staatsarchiv Leipzig.