Referenten

 

Dr. Jochen Wilke
Europäischer Patentanwalt i.R. und Heraldiker

Vortrag

"Recht und Unrecht – Wappenrecht und Wappenschwindel"

Abstract

Wenn auch Wappen oft mit dem Adel assoziiert werden, hatte seit jeher jedermann im deutschsprachigen Raume das Recht, ein Wappen zu führen, auch Bürgerliche. Tatsächlich führt aber nicht jede Familie eines. Seit etwa der Biedermeierzeit betrügen sogenannte Wappenschwindler mit gefälschten heraldischen Dokumen­ten arglose Kunden. Diese erscheinen dem Laien oft wie hoheitlich erteilte Wappenbriefe, sind aber bei näherer Betrachtung meist leicht zu entlarven. Heute findet solcher Schwindel immer noch – und vorwiegend über Internetseiten – statt.
Sehr oft betrifft dieser Schwindel Wappen, die von Familien mit gleichem oder ähnlichem Namen wie dem der Betrogenen geführt wurden. Namensgleichheit berechtigt aber nicht automatisch, das betreffende Wappen auch führen zu dürfen.
Bei Neuannahmen von Wappen gilt der sogenannte „Ausschließlichkeitsgrundsatz“, was bedeutet, dass ein neues Wappen sich hinreichend von älteren Wappen anderer Familien unterscheiden muss.

Kurzvorstellung

Jochen Wilke, *19.03.1960 in Remscheid, Abitur dort (Ernst-Moritz-Arndt-Gymna­sium, 1978). Studium der Chemie (Universität Wuppertal, Diplom 1984, Promotion  1987). Ab September 1987 Patentreferent (Beiersdorf AG, Hamburg). Europäischer Patentanwalt (Abschluss 2001). Studium „Recht für Patentanwälte“ (Fernuniversität Hagen, Abschluss 2003). Heraldikbegeistert seit 1975. Seit September 2024 Ruheständler, zwei erwachsene Kinder. Lebt mit seiner Ehefrau in Hamburg und Västergötland (Schweden). Mitgliedschaften: „Kleeblatt“, „Wappen-Löwe“, „HEROLD“, „Svenska Heraldiska Föreningen“, „Societas Heraldica Scandinavica“, „Norsk Heraldisk Forening“. Interessen: fast alles, außer Sport.

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