Christian Bruno Klobuczynski M.A.
Institut für angewandte Biografie- und Familienforschung Kassel (IBF-Kassel)
Vortrag
Familienforschung im Ermland - Von der Ostsiedlung bis Ostpreußen
Abstract
Die heutige Wojewodschaft Ermland und Masuren deckt sich weitgehend mit der alten Provinz Ostpreußen und dem Kerngebiet des Deutschordenslandes. Die Bevölkerung hatte baltische Wurzeln, war aber durch Kriege, Zu- und Abwanderung immer in Bewegung. Die polnische Wojewodschaft bezieht sich auf das deckungsgleiche und historische Bistum Ermland, das auch Masuren umfasste. In der Mitte lag das Hochstift, das in der Reformation katholisch blieb und zum Zentrum der Gegenreformation in Polen und Schweden wurde.
Nicolaus Kopernicus kam in der Stadt Thorn, der Partnerstadt Göttingens, zur Welt. Der Sohn Thorns betrachtete sich sein Leben lang als Preuße und wirkte in Allenstein als Kapitelsadministrator. In Frauenburg widmete er sich der Astronomie. Die Familienforschung im alten Preußen kommt ohne die Kenntnis der historischen Entwicklung nicht aus. Gerade das Ermland bewahrte am Längsten die Besonderheiten des Ordenstaates und seiner vielfältigen Bevölkerung. Der Vortrag führt in die Besonderheiten ein und gibt Tipps für die Familienforschung.
Kurzvorstellung
Seit 45 Jahren arbeitet der freiberufliche Sozialwissenschaftler zur Familienforschung in Mitteleuropa. In Kassel studierte er Mittlere und Neuere Geschichte, insbesondere Osteuropäische Geschichte bei Prof. Richard Lorenz. In Kassel gründete er auch sein Institut für angewandte Biografie- und Familienforschung Kassel (IBF-Kassel). Seine eigenen Wurzeln liegen im Ermland, Niederhessen und Schlesien. Er veröffentlichte unter anderem zur Geschichte des polnischen Adels und zur Militärgeschichte. Als Genealoge erbringt er Dienstleistungen für Privatpersonen und Institutionen. Er ist Mitglied im Historischen Verein für Ermland e.V. und schreibt Beiträge bei Genwiki und im Forum Wesertor in Kassel.