Dr. Jan Michael Goldberg

 

Dr. Jan Michael Goldberg
Deutsches Personenstandsverzeichnis (depeve)

Vortrag
Das Deutsche Personenstandsverzeichnis (depeve) – Ein neues Portal für die Familienforschung

Abstract

Wer kennt es nicht? Man sucht eine Geburts-, Heirats- oder Todesurkunde – doch wo befindet sie sich eigentlich? Manchmal ist das zuständige Standesamt oder Archiv unbekannt, manchmal ist das Register schwer zugänglich. Und selbst wenn die gesuchte Urkunde gefunden ist, stellt ihre alte Schrift gerade für Einsteiger oft die nächste Hürde dar.
Dabei gehörten die Personenstandsregister seit ihrer einheitlichen Einführung ab 1874/1876 zu den wichtigsten Quellen der Familienforschung. Während Kirchenbücher inzwischen vielerorts gut zugänglich sind, ist die Situation bei den standesamtlichen Aufzeichnungen deutlich uneinheitlicher: Zahlreiche Standesämter, Archive und unterschiedliche Archivsysteme erschweren die Recherche. All das macht es schwer, einen Überblick zu bewahren.
Hier setzt das Deutsche Personenstandsverzeichnis (depeve) an. Ziel des neuen Portals ist es, historische Personenstandsregister zusammenzuführen und damit eine zentrale Anlaufstelle für die Recherche zu schaffen. depeve bündelt und transkribiert Urkunden und verknüpft die darin genannten Personen miteinander. So entsteht Schritt für Schritt ein Netzwerk, das die Suche nach Vorfahren erleichtern und neue Zusammenhänge sichtbar machen soll.
Der Vortrag stellt depeve, seine Möglichkeiten und seine aktuellen Grenzen vor. Dabei geht es auch um die Frage, wie ein solches Projekt gemeinsam mit der genealogischen Gemeinschaft weiterentwickelt werden kann. Anregungen, Ideen und kritische Rückmeldungen sind ausdrücklich willkommen.

Kurzvorstellung

Dr. Jan Michael Goldberg ist leidenschaftlicher Genealoge seit seinem 15. Lebensjahr. Schon als Schüler stapfte er in den Ferien durch Kreisarchive und durchblätterte alte Personenstandsregister. Das Hobby begleitete ihn fortan: Auch Jahre später im Zuge seiner Promotion besuchte er Kommunen und bat Einsicht in die Register, um Daten für seine Doktorarbeit zu erheben. Aufgrund dieser oftmals umständlichen Recherche kam er auf die Idee, dass eine gesammelte Plattform für Personenstandsregister hilfreich wäre – und entwickelte das Deutsche Personenstandsverzeichnis (depeve). Goldberg ist Ostwestfale, studierte Wirtschaftsingenieurwesen und History, Economics and Philosophy of Science und ist beruflich als Unternehmensberater tätig.