Dr. Susanne Knoblich
Fachkommission des Digitalen Deutschen Frauenarchivs /Helene-Lange-Archiv im Landesarchiv Berlin
Vortrag
Die unsichtbare Frau. Oder: Wie historische Forschungen zu weiblichen Biografien erfolgreich werden können
Abstract
Wer schon mal probiert hat, die Lebensgeschichten und Biografien von Frauen in historischen Quellen zu recherchieren, der weiß: Dieses Unterfangen ist alles andere als einfach. Letztlich braucht es wirklich detektivisches Gespür, Recherchekompetenzen, viel hilfswissenschaftliches Handwerkzeug und Fachwissen, um weibliche Biografien tatsächlich erzählen zu können. Gemeinsam mit dem Deutschen Digitalen Frauenarchiv (DDF; Digitales Deutsches Frauenarchiv) und dem Verein für Computergenealogie sowie sehr vielen Studierenden des Instituts für Geschichte der Martin-Luther-Universität haben wir daher einen Ratgeber zur Recherche von Frauenbiografien entwickelt. Im Vortrag wird der Ratgeber vorgestellt und gezeigt, wie er genutzt werden kann. Dabei wollen wir relevante Quellengruppen/Archive vorstellen, moderne Recherchestrategien beschreiben (auch den Einsatz von KI) und spezifische Strategien zur Sichtbarmachung der oft unsichtbaren Frauen zeigen.
Kurzvorstellung
Susanne Knoblich ist promovierte Historikerin und Archivarin im Landesarchiv Berlin. Hier ist sie u.a. für das Helene-Lange-Archiv (HLA) und für Personenstandsunterlagen zuständig und mit vielen Themen weiblicher Biografien, der alten Frauenbewegung und der Geschichte der Frauenrechte vertraut. Als Mitglied im i.d.a.-Dachverband der deutschsprachigen Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen hat sie die Entwicklung des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) von Anfang an mitgestaltet und vertritt die Fachkommission des DDF im Wissenschaftlichen Beirat und in der Jury.